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Gitarrennacht in Reutlingen

 

6. Reutlinger Gitarrennacht

12. November - 19 Uhr - Spitalhofsaal

Jacq Dorn & Junge Sinfonie Reutlingen

Matthew McAllister - "The Celtic Guitar"
Amir John Hadad - Flamenco

Tapas und Getränkeverkauf in den Pausen!
Eintritt: 16,- €, Schüler und Studenten: 10,- €

Kartenreservierung per E-Mail an: reutlingergitarrennacht@gmail.com

 

 

 

 

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Südwestpresse, 18.10.2016

Der ganz spezielle Brahmssche Charme

 
von SUSANNE ECKSTEIN
 
Bekannt für interessante und eigenwillige Werkauswahl: die Junge Sinfonie Reutlingen. Foto: pr/Junge Sinfonie

Foto: pr/Junge Sinfonie

Erneut gut besucht und bestens angekommen war das Herbstkonzert der Jungen Sinfonie Reutlingen mit Martha Flamm (Flöte) als Solistin und Rainer M. Schmid am Dirigentenpult. Immer wieder findet Rainer M. Schmid kleine Schätze, die kaum einer je gehört hat, die aber die Junge Sinfonie gerne unter seiner kundigen Leitung einstudiert und ihrem Publikum vorstellt.

Reutlinger Generalanzeiger, 10.10.2016

Gefühl und Verve

VON CHRISTOPH B. STRÖHLE

REUTLINGEN. Man sollte hier über Jean Sibelius reden, über Jacques Ibert und Johannes Brahms. Definitiv aber sollte man Martha Flamm würdigen, die beim Herbstkonzert der Jungen Sinfonie am Sonntag in der Reutlinger Stadthalle für magisch-schöne Momente gesorgt hat. Nicht nur punktuell, sondern mit einer durchweg stimmigen und stimmungsvollen Interpretation von Iberts Flötenkonzert.

Herbstkonzert 2016

Sonntag,16. Oktober - 19 Uhr

Stadthalle Reutlingen

 
„50 Jahre Gesellschaft der Musikfreunde Reutlingen – GdM - “

bezaubernd – virtuos – farbenfroh

 

Sibelius           „Die Dryade“ (1910)

Ibert                Flötenkonzert  (1934)

Brahms           Sinfonie Nr. 2 D-Dur (1877)

 

Solistin  Martha Flamm (Flöte)

Leitung  Rainer M. Schmid

 

Karten an der Abendkasse und im Vorverkauf bei Musikhaus Schäfer, Metzgerstr. 6 a, RT und Praesent, Marktstr. 11, Pfullingen (10.-/5.-eur erm.)

 

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Reutlinger Generalanzeiger, 28.06.2016

Durch Zartes und Wildes zur Eleganz

VON MARTIN BERNKLAU

REUTLINGEN. Ganz ausnahmsweise sind auch mal die Redner zu loben, dann der hochinteressante junge Klaviersolist und schließlich eine Junge Sinfonie, die am Fußballsonntag zum Jubiläumskonzert zu 50 Jahren Gesellschaft der Musikfreunde in der ganz gut besuchten Reutlinger Stadthalle einen ganz unterschiedlichen Eindruck machte.

 

Musiker der Jungen Sinfonie (Archivbild). FOTO: ADRIAN KNAUER
Musiker der Jungen Sinfonie (Archivbild). FOTO: ADRIAN KNAUER
 
Die 1978 geschriebene »anakreontische« Ouvertüre von Jean Françaix ist ein so schönes spielfreudiges Stück unverkrampfte wie unverkopfte Moderne, dass sie sich bestens eignet für junge Musiker und für Anlässe wie diesen. Übersichtliche, hörbare Harmonien, pfiffige Rhythmen – das hatte »Jusi«-Dirigent Rainer M. Schmid mit sehr sensiblem Händchen ausgesucht und mit schönem Ergebnis einstudiert.

Die Festreden hielten danach Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und der GdM-Vorsitzende Professor Hartmut Ebke, beide kurz, klar, prägnant und mit wohltuendem Verzicht auf Pathos und Wichtighuberei. Damit hatte der Polterer, Piano-Freak und Pathetiker Beethoven 1809 in seinem letzten, dem fünften Klavierkonzert mehr Probleme, zumal er sich immer noch und wieder in der heroischen Tonart Es-Dur an seiner revolutionären Leitgestalt Napoleon abarbeitete und zudem zu ertauben begann.
 

Emotionales Beethoven-Ereignis

Das Zarte, Wilde und manchmal wüst Weltverbessernde wollte er immer wieder ineins zwingen. Der 1989 geborene Pianist Georg Michael Grau hatte dafür genau das passende künstlerische Temperament, zuspitzend wie weiland sensible Grenzgänger Glenn Gould oder Martha Argerich: emotionales Ereignis statt gebügelt platter Perfektion.

Damit zog er nicht nur das Orchester weit mit und formte mit ihm gemeinsam über manche Unebenheiten hinweg ganz intensive musikalische Momente von berückend inniger, ja zärtlicher Delikatesse und – in spannendem Kontrast – jugendlich starken Marken. Es wäre schön, wenn sich solche höchstbegabte Eigensinnigkeit, gegen den Zwang zu glatter Mainstream-Perfektion, ihr Publikum dauerhaft erobern könnte. Das zeigte auch diese phänomenal spannend ausgestaltete Liszt-Konzertetüde »Un sospiro« als Zugabe.

Auch Felix Mendelssohn Bartholdy war ja auf diesem allerhöchsten Niveau der Genies so einer, der Schwung und Kraft mit zartestem Gefühl zu verbinden wusste. Seine »Italienische Sinfonie« ist eine Mischung von Charme, schwereloser Eleganz und konzentrierter Klasse, wie sie so vielleicht allenfalls Mozart noch so gelungen ist.

Um das angemessen umzusetzen, waren die Vorbereitung und die Umstände vielleicht nicht ganz ausreichend. Trotz aller schönen Ansätze – die Holzbläser etwa, die Hörner – blieb das nach dem gemeinsamen Beethoven-Kraftakt gerade bei den so maßgeblichen Streichern ein wenig unvollendet, etwas schüchtern und gebremst.

Dem großen Beifall tat es keinen Abbruch. (GEA)

 

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