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Reutlinger Generalanzeiger, 02.01.2010

Surabaya Johnny

REUTLINGEN. Fast scheint es, als habe die Junge Sinfonie mit ihrem Silvesterkonzert den Jahreswechsel kurzerhand vorverlegt. Die ersten Böller detonieren taktgenau bereits vor acht, abgefeuert von den Cellisten im abschließenden Radetzky-Marsch - der ja bekanntlich ein klassischer Neujahrs-Hit ist.

Reutlinger Generalanzeiger, 20.10.2009

REUTLINGEN. In ihrem Herbstkonzert in der Listhalle bewies die »Junge Sinfonie Reutlingen« am Sonntag unter Leitung von Rainer M. Schmid insbesondere in den ersten beiden Stücken, wo ihre Stärken liegen: in der Neugierde und dem Elan, mit dem sie sich der Erarbeitung von Werken widmet. In Hans Werner Henzes »Fantasia« von 1966, die er als Filmmusik zu Volker Schlöndorffs Robert-Musil-Verfilmung »Der junge Törless« komponiert hatte, legten die Streicher einen Glanzauftritt hin. Atmosphärisch dicht entwickelten sie die tastende Stimmung des Adagios, setzten die Verlorenheit des jungen Törless eines verunsicherten Zöglings an einem von Grausamkeiten geprägten Internat der österreichischen Kaiserzeit in sperrige Dissonanzen um und bäumten sich dynamisch und präzise in den aufrührerischen Passagen auf.

Reutlinger Generalanzeiger, 12.05.2009

Zu jedem Wagnis bereit

REUTLINGEN. Seit 28 Jahren leitet Rainer Schmid die Junge Sinfonie, und er hat seine Schützlinge dabei an Werke herangeführt, die in anderen Amateurorchestern den kalten Angstschweiß ausbrechen ließen. Beim Jubiläumskonzert zu 60 Jahren Junge Sinfonie am Sonntagabend in der Listhalle hätte die Stunde geschlagen, sich für diese Leistung einmal so richtig feiern zu lassen - wäre Schmid für sowas der Typ. Ist er nicht. Sich selbst statt seiner Nachwuchstalente in den Vordergrund zu stellen, ist überhaupt nicht seine Art. Konzentrierter Bogenstrich: Die Junge Sinfonie in der Listhalle (großes Bild). Oberbürgermeisterin Barbara Bosch überreicht Dirigent Rainer Schmid die Verdienstmedaille der Stadt Reutlingen.

Reutlinger Generalanzeiger, 02.01.2009

Am Puls des Jazz

REUTLINGEN. Mit amerikanischem Optimismus hat die Junge Sinfonie ihre Hörer ins Neue Jahr geschickt. Und zwar mit dem Optimismus des sympathischen, des »Obama-Amerika«: frisch, dynamisch, weltoffen und im rechten Moment immer auch mal lässig entspannt. Stücke von Bernstein und Gershwin standen am Silvesterabend im Georgensaal der Reutlinger Waldorfschule für diesen Optimismus. Zu dem natürlich auch der große Auftritt gehörte: in diesem Fall der von Nathalie Glinka als Klaviersolistin in Gershwins »Rhapsody in Blue«. Wie die 18-jährige Pfullingerin selbstbewusst in dieses Stück eintauchte, war eine Wucht.

Reutlinger Generalanzeiger, 10.06.2008

Zauber und Enthusiasmus

REUTLINGEN. In ihrem Sommerkonzert in der Listhalle ist die Junge Sinfonie - wieder einmal - zu begeisternder Hochform aufgelaufen. Nicht nur, weil sie ein Orchester ist, das alles kann und diese Kompetenz auch mit großer Spielfreude, mit Hingabe und Verständnis auffüllt; nicht nur, weil Rainer M. Schmid ein Dirigent mit Energie und Mut ist, der dem Orchester auch Neues zumutet und es daran wachsen lässt, ein Motor und Inspirator; nicht nur, weil das Orchester eine großartige Solistin als Gast hatte, die Reutlinger Pianistin Angela-Charlott Bieber, deren erfülltes Schumann-Spiel größte Bewunderung fand: sondern weil alle diese Befunde zusammen eine Summe erbrachten, wie sie in solcher Intensität und Abrundung, in solch scheinbarer Mühelosigkeit und derart fundierter Qualität ihresgleichen kaum findet. Der Zauber und der Enthusiasmus, die von diesem Konzert ausströmten, haben geradezu glücklich gemacht.
Ein schwieriges, weil filigran vielschichtiges Werk wie die Ouvertüre »Gefaltete Zeit« aus der Oper »Ein Atemzug - Die Odyssee« von Isabel Mundry musiziert die Junge Sinfonie mit einer Selbstverständlichkeit und einer Überzeugungskraft, als gäbe es für sie überhaupt keine Distanz zu dieser Musik. Hochmotiviert geht sie an dieses im Jahr 2003 entstandene Stück heran, völlig sicher in Kleinstintervallen und mikropolyphonen Feinheiten und mit einer klanglichen Subtilität, die der Organik und dem Ein- und Ausatmen dieser Musik Raum und Empfindung verleiht.

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